Menschenkette um die Bochumer Synagoge - Kirchen setzen Zeichen der Solidarität

Rund 1.000 Teilnehmende folgten am 11. Oktober dem Aufruf der Evangelischen Kirche in Bochum und der Katholischen Kirche Bochum + Wattenscheid zu einer stillen Menschenkette um die Bochumer Synagoge. Damit wurde nach dem Anschlag auf eine Synagoge in Halle ein starkes Zeichen der Solidarität gesetzt.

Foto: Kath. Stadtkirche / Christian Schnaubelt
Foto: Kath. Stadtkirche / Christian Schnaubelt

"Danke, dass Sie ein Zeichen der Solidarität und des Mitgefühls mit den jüdischen Schwestern und Brüder in unserer Stadt setzen und dazu beitragen, einen schützenden Ring um die Synagoge zu bilden."

Mit diesen Worten bedankten sich Superintendent Dr. Gerald Hagmann von der Evangelische Kirche in Bochum und Stadtdechant Michael Kemper von der Katholische Kirche Bochum + Wattenscheid bei den nach Polizeiangaben rund 1.000 Teilnehmenden der stillen Menschenkette um die Bochumer Synagoge.

 

Nach dem Terror-Anschlag von Halle am Mittwoch mit zwei Toten hatten die Kirchen in Bochum kurzfristig dazu aufgerufen, sich mit den Jüdischen Gemeinden zu solidarisieren und eine Menschenkette um die Synagoge zu bilden - bevor der traditionelle Freitagsgottesdienst der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen stattfindet.

Stadtdechant Michael Kemper betonte: "Die Aktion in Bochum ist symbolisch. In dieser Situation gewinnen Symbole größere Bedeutung als Reden. Wir alle müssen und wollen dem Hass, den unsere jüdischen Geschwister erleiden, entgegen treten.“

„Wir stellen uns an die Seite derer, die im Fadenkreuz des Hasses stehen“, erklärte der Superintendent der Evangelischen Kirche in Bochum, Dr. Gerald Hagmann: „Antisemitismus ist keine Meinung, sondern Triebkraft des Terrors.“

 

Neben Stadtdechant Kemper und Superintendent Hagmann beteiligten sich Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und einer seiner Amtsvorgänger, Ernst-Otto Stüber, sowie Landtagsvizepräsidentin Carina Gödecke, Ratsmitglieder und Künstler wie Ludger Hinse an der heutigen Menschenkette.

Fotos: Christian Schnaubelt


"Heute den Weihnachtsbaum für Morgen pflanzen"

Im Rahmen der "Fairen Woche 2019" verteilen Katholikenrat und Kirchenfoyerteam Baumsetzlinge gegen eine Spende für das Baumprojekt von Pater Hermann Borg in Kenia

Foto: Kath. Stadtkirche / Christian Schnaubelt
Foto: Kath. Stadtkirche / Christian Schnaubelt

Als einen Beitrag zur „Fairen Woche 2019“ und zur Bewahrung der Schöpfung haben der Katholikenrat Bochum + Wattenscheid und das Kirchenfoyer-Team am 14. September 2019 im Kirchenfoyer / ITEM  das Projekt "Heute die Weihnachtsbäume für Morgen pflanzen" vorgestellt.

 

Pater Hermann Borg hat dabei über sein Baumprojekt "Mother Earth Network" in Kenia berichtet. Als "gute Tat" für das Klima  konnten - gegen eine kleine Spende im ITEM- Nadelbaumstecklinge erworben und damit die Weihnachtsbäume für Morgen gepflanzt werden.

 

Franziskanermissionar Pater Hermann Borg wird in Kenia „Baba Miti“ zu Deutsch „Vater der Bäume“ genannt. Mit seinem „Mutter – Erde – Netzwerk“ hat er seit 1985 mehr als eine Millionen Bäume in Kenia gepflanzt. Der Katholikenrat unterstützt das Projekt durch eine Spendenaktion, die am 14. September startete.

 

"So kange der Vorrrat reicht", werden dazu  Nadelbaumstecklinge gegen eine Spende im Kirchenfoyer / ITEM (Huestr. 15) abgegeben. Die Öffnungszeiten sind montags und dienstags 08-13 Uhr sowie donnerstags zwischen 14:30 - 16:30 Uhr.  Die Ausgabe der Baumsetzlinge findet im „ITEM“ dem neuen Citypastoralprojekt der katholischen Stadtkirche, im Kirchenfoyer in der Bochumer City, statt.

»Wir freuen uns, wenn möglichst viele für sich selbst oder für ihre Enkel einen Weihnachtsbaum für Morgen pflanzen. In rund zehn Jahren werden die Stecklinge bei guter Pflege zu schönen Weihnachtsbäumen herangewachsen sein.“

Lothar Gräfingholt,
Katholikenratsvorsitzender

Der Katholikenrat und das Kirchenfoyer-Team möchten mit der Aktion

im ITEM einen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung und zur Nachhaltigkeit leisten, ganz im Sinne der von Papst Franziskus herausgegebenen Umweltenzyklika „LAUDATO SI“.

 

Christian Schnaubelt,

Pressesprecher der katholischen Stadtkirche Bochum + Wattenscheid



Plakatkampagne für Respekt und Toleranz
Die katholische Stadtkirche Bochum + Wattenscheid auch eine Plakataktion für Respekt und Toleranz gestartet.
Mehr dazu unter > RESPEKT FÜR BOCHUM


Foto: BOGESTRA
Foto: BOGESTRA

Initiative: Glaube-Liebe-Bochum

Die katholische. Stadtkirche Bochum + Wattenscheid freut sich, dass die neue Initiative "Glaube Liebe Bochum", gestartet wurde.

Das Bündnis besteht aus Vertretern der evangelischen- und katholischen Kirchen, der jüdischen Gemeinde und den Bochumer Moscheen. Das Logo, welches das Licht in den verschiedenen Religionen widerspiegelt, wurde im Rahmen des Ökumenischen Neujahrsempfangs der Öffentlichkeit vorgestellt und ziert nun auch eine BOGESTRA-Bahn.

 

Mehr dazu unter> RESPEKT FÜR BOCHUM