News aus Bochum + Wattenscheid


Appell zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Afghanistan


Stellungnahme des Katholikenrates Bochum + Wattenscheid vom 24. August 2021

 

Ohnmächtig                         

Ohnmächtig müssen wir zusehen, wie in Afghanistan, einem Land, in dem viele Frauen und Männer aus Deutschland Frieden und Freiheit sichern wollten, in diesen Tagen Gewalt und Unterdrückung die Oberhand gewinnen.
Männer und insbesondere Frauen und Kinder, denen wir Hoffnung auf eine bessere Zukunft gemacht haben, müssen um Leib und Leben, Freiheit und Bildung bangen.
Wir Deutsche haben gegenüber den Menschen in Afghanistan eine moralische Verantwortung, ihnen zu helfen. Zunächst gilt es, aktuell dafür Sorge zu tragen, dass die Helferinnen und Helfer vor Ort das Land über die Luftbrücke verlassen können. Aber wir müssen auch über den Tag hinausblicken.
Wer in der aktuellen Situation sein Heimatland Afghanistan verlässt und für sich und seine Familie eine bessere Zukunft finden will, verdient unsere umfassende Unterstützung, wo immer er sie sucht, gerade auch hier in Deutschland. Deshalb ist es richtig und wichtig, Menschen aus Afghanistan zu evakuieren und in sichere Länder zu bringen, insbesondere auch nach Deutschland.
Aussagen, die die Hilfe für Flüchtlinge aus Afghanistan hier bei uns im Land in Frage stellen oder relativieren, lehnen wir ab.
Wir können und sollten die Aufnahme von afghanischen Flüchtlingen bei uns nicht von einer europäischen Lösung abhängig machen, so wünschenswert sie auch ist.
Deutschland soll offen sein für alle Menschen, die in Afghanistan an Leib und Leben bedroht sind und die verfolgt werden, weil sie für die Freiheit insgesamt aber insbesondere für die Freiheit und Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen eintreten.
Deutschland ist ein wohlhabendes und offenes Land. Wir haben 2015 die Aufnahme vieler tausend Flüchtlinge gemeistert und mächtig viel geschafft.

Mächtig


Ökumenischer Stadtkirchentag findet 2022 in Bochum statt

Die christlichen Kirchen in Bochum wollen mit dem Ökumenischen Stadtkirchentag unter dem Motto „Kirche findet Stadt“ ein Zeichen der Verbundenheit setzen und mit den Menschen in der Stadt ins Gespräch kommen. In Kooperation mit der Stadt und der Bochum Marketing GmbH soll der Stadtkirchentag“ mit dem „Stadtpicknick“ anlässlich der „700 Jahre“-Feier verbunden werden. Die aktuelle Pandemielage lässt Feste in der geplanten Größenordnung derzeit jedoch noch nicht zu. Daher wird der Stadtkirchentag ebenso wie das Stadtpicknick in das Jahr 2022 verschoben.

Das Organisationsteam aus Vertretern des Arbeitskreises Christlicher Kirchen (ACK) sowie der evangelischen Kirche in Bochum und der katholischen Kirche in Bochum + Wattenscheid hat bereits viele Anmeldungen und Ideen für den ersten Ökumenischen Stadtkirchentag erhalten. „All das soll auch weiterhin Bestand haben“, betonten Superintendent Dr. Gerald Hagmann und Stadtdechant Pastor Michael Kemper. „Wir setzen die Planungen fort und freuen uns darauf, 2022 erstmals den Ökumenischen Stadtkirchentag durchzuführen.“ Gemeinsam mit dem ACK Bochum-Vorsitzenden Bernd Hauschild verantworten sie das Fest rund um die Christuskirche.

Weitere Informationen gibt es auf der Website:
https://stadtkirchentag-bochum.de/.


News aus dem Katholikenrat:


"Woche der Goldhandys 2021"



Aufruf zur Handyspendenaktion  - Katholikenrat beteiligt sich an der "Woche der Golddhandys 2021" - Altgerätespende im "ITEM" (Huestraße 15) möglich

 

Der Katholikenrat Bochum + Wattenscheid beteiligt sich an der „Woche der Goldhandys 2021“, bei der an rund 500 Orten in Deutschland alte Handys, Smartphones und Tablets gespendet werden können. Die Geräte werden anschließend gelöscht und recycelt. Das Handyrecycling hilft dabei nicht nur der Umwelt, sondern auch den Menschen, die unter den Folgen des (Bürger-) Krieges um "Konfliktmineralien", wie Gold und Coltan, leiden. Dabei hilft jedes Handy. Denn das Hilfswerk missio Aachen erhält für jedes recycelten Handys eine Spende von der Firma Mobile-Box, die Hilfsprojekten unter anderem in der Demokratischen Republik Kongo zu Gute kommen.

Im Kirchenfoyer (Huestraße 15) in der Bochumer Innenstadt können alte Handys, Smartphones und Tablets für einen guten Zweck zu folgenden Zeiten gespendet werden. In den NRW-Sommerferien ist die Altgerätespende zu folgenden Zeiten möglich:

 

Ab dem 27. Juli dienstags und mittwochs von 10:00 bis 13:00 sowie donnerstags von 10:00 bis 13:00 sowie 16:00 bis 18:00 Uhr.

Und ab dem 02. August auch wieder montags zwischen 09:00 - 16:00 Uhr.

 

Weitere Informationen zur Handyaktion gibt es auf der Website www.missio-hilft.de/goldhandys.



News aus der Stadtkirche


"Bochumer Nachtgebet"

Foto: Christian Schnaubelt
Foto: Christian Schnaubelt

"Bochumer Nachtgebet" setzte Zeichen der Solidarität der christlichen Kirchen mit der jüdischen Gemeinde Bochum

Nach den Schüssen in der Bochumer Innenstadt, bei denen auch die Bochumer Synagoge getroffen wurde, setzten die evangelische und die katholische Kirche in Bochum ein deutliches Zeichen der Solidarität mit der jüdischen Gemeinde und organisieren eine Nachtwache unter der Überschrift „Bochumer Nachtgebet“.

Nach einem Auftaktgebet am Freitagabend (30. April) um 20 Uhr, an dem auch Oberbürgermeister Thomas Eiskirch von der Stadt Bochum, Grigory Rabinovich von der Jüdischen Gemeinde Bochum und Polizeipräsident Jörg Lukat von der Polizei NRW Bochum teilnahmen, wurde bis zum Sonnenaufgang am Samstag eine Nachtwache mit stündlichen Gebeten an der Bochumer Synagoge abgehalten.

"Als ich von den Schüssen in unserer Stadt und auf die Synagoge gehört habe, “, sagt Superintendent Gerald Hagmann. „Ob die Schüsse politisch, religiös oder anders motiviert sind, im Fokus stehen die Jüdinnen und Juden: Männer, Frauen und Kinder, die jetzt natürlich sehr beunruhigt sind. In dieser Situation ist es uns wichtig zu zeigen, dass wir als Glaubensgemeinschaften in Bochum füreinander da sind.“

Anders als im Jahr 2019 nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle, als 10.000 Bürgerinnen und Bürger auf Initiative der christlichen Kirchen eine Menschenkette um die Bochumer Synagoge bildeten, sind aufgrund der Corona-Pandemie jetzt keine Versammlungen möglich. Aus diesem Grund übernehmen nun 30 Hauptamtliche der evangelischen und katholischen Kirche in Abstimmung mit der Polizei und der Stadt Bochum eine Nachtwache. Auf dem Vorplatz der Synagoge halten sie an einer entzündeten Kerze ein stündliches Nachtgebet für den Frieden von Sonnenuntergang am Freitagabend bis zum Sonnenaufgang und dem Gottesdienst der jüdischen Gemeinde am Schabbat.

„Mit dem Nachtgebet stellen wir uns an die Seite unserer jüdischen Geschwister“, erklärt Stadtdechant Michael Kemper von der kath. Stadtkirche Bochum + Wattenscheid. „Wir wachen bei ihnen, wir beten für sie und für unsere Stadt.“ Mit der Nachtwache wolle man auch allen Bochumerinnen und Bochumern signalisieren, es sei wichtig, wach zu bleiben, wenn sich Tendenzen regen, die die Religion oder Demokratie gefährden könnten.

Fotos: Christian Schnaubelt


"Bochum gedenkt" den Toten der Corona-Pandemie

Foto: Michael Kemper
Foto: Michael Kemper

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in unserer Stadt 190 Mitbürgerinnen und Mitbürger an bzw. mit Covid-19 gestorben. Durch die geltenden Kontaktbeschränkungen war es für sie, aber auch für viele andere im letzten Jahr verstorbene Menschen ein einsamer Tod. Angehörige, Freundinnen und Freunde konnten nicht bei ihnen sein, sie nicht begleiten und sich oftmals noch nicht einmal von ihnen verabschieden. Trauerfeiern fanden - wenn überhaupt - nur in engstem Familienkreis statt.

Mit dieser schmerzlichen Erfahrung wollen wir die Trauernden nicht allein lassen. Deshalb haben wir beschlossen,  an dem  vom  Bundespräsidenten initiierten nationalen Gedenktag auch in Bochum unserer verstorbenen Mitbürgerinnen und Mitbürger zu gedenken - auch jener, die nicht an oder mit Covid-19, pandemiebedingt jedoch ebenso einsam gestorben sind.

 

Wir glauben, dass ein gemeinsames Gedenken wichtig ist - für uns alle.
Deshalb fand das "Bochumer Gedenken" am Sonntag, 18. April als Livestream unter https://youtu.be/LM4xbuHOzXA auf dem YouTube-Kanal der Stadt Bochum statt.

Eine Trauerbeflaggung an allen städtischen Gebäuden hat das Gedenken an diesem Tag begleitt und ein Glockengeläut vieler Kirchen (17:25 Uhr für fünf Minuten) in ganz Bochum rief zur Teilnahme auf.

Michael Kemper Stadtdechant
Kath. Stadtkirche BO und WAT



News aus den Pfarreien


Manege frei - Kirche auf dem Drahtseil

"Kehrt um! - Die Klimakrise zerstört unsere Schöpfung.“

Vortrag und Gespräch mit Dr. Norman Schumann,
Datenwissenschaftler und Sprecher von „KLIMA° vor acht“
am Mittwoch, 8. September 2021, um 19.30 Uhr im Begegnungszentrum maGma an der Vincenzstraße in Wattenscheid-Höntrop

"Kehrt um! - Die Klimakrise zerstört unsere Schöpfung.“ Diese Worte nutzte schon Papst Franziskus sinngemäß in seiner Umwelt-Enzyklika "Laudato si“ im Jahre 2015. Vor einigen Tagen wurde der sechste Sachstandsbericht des Weltklimarats veröffentlicht, der einen genauen Überblick über die derzeitige Lage gibt: Der Klimawandel existiert, er ist menschengemacht und hat Folgen für den ganzen Planeten. Und er spielt im aktuellen Wahlkampf eine wichtige Rolle!
An diesem Abend schauen wir uns gemeinsam Beispiele aus Politik, Gesellschaft und Medien an, die erklären, wie es dazu gekommen ist. Auch wenn einige schockierende Details genannt werden, so gibt der Referent einen positiven Ausblick darauf, „was wir als Gesellschaft tun können, um das 1,5°C-Ziel noch einzuhalten. Es ist möglich, es bleibt aber nur noch wenig Zeit!“

Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei. Wenn möglich gibt es auch wieder „lecker Bütterkes an Pils“. Wegen Corona ist eine Anmeldung erforderlich über die KEFB – Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Bochum und Wattenscheid: entweder telefonisch (0234 95089-23) oder per Mail: bochum-wattenscheid@kefb.info und es gilt die "3-G"-Regel.


Foto: BOGESTRA
Foto: BOGESTRA

Initiative: Glaube-Liebe-Bochum

Die katholische. Stadtkirche Bochum + Wattenscheid freut sich, dass die neue Initiative "Glaube Liebe Bochum", gestartet wurde.

Das Bündnis besteht aus Vertretern der evangelischen- und katholischen Kirchen, der jüdischen Gemeinde und den Bochumer Moscheen. Das Logo, welches das Licht in den verschiedenen Religionen widerspiegelt, wurde im Rahmen des Ökumenischen Neujahrsempfangs der Öffentlichkeit vorgestellt und ziert nun auch eine BOGESTRA-Bahn.

 

Mehr dazu unter> RESPEKT FÜR BOCHUM