Katholische Kirche nimmt religiöses Leben wieder auf – aber mit Vorsicht

Öffentliche Gottesdiensten in Zeiten der Corona-Pandemie

Bild: Alexandra_Koch / pixabay
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(30.04.2020) Die katholischen Kirchen im Stadtdekanat Bochum + Wattenscheid werden im Mai wieder für gemeinschaftliche Gebete und Gottesdienste geöffnet. „Damit kommen sie der Sehnsucht vieler Gläubiger entgegen, dass zur ‚neuen Normalität‘ in Zeiten der Corona-Pandemie auch der Besuch einer Kirche gehören kann“, verdeutlicht Stadtdechant Pastor Michael Kemper. Für die Versammlungen in den Kirchen gibt es von Seiten des Bistums Essen und abgestimmt mit der Stadt Bochum klare Regeln zum Schutz vor Infektionen. So kann die Kirche nur mit Mund- und Nasenbedeckung, unter Wahrung des Abstandes und nach einer Desinfektion der Hände betreten werden. Die Zahl der Plätze wird begrenzt sein und auf Gesang muss verzichtet werden. Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören wird von der Bischofskonferenz empfohlen, weiterhin zu Hause zu bleiben. Es wird auf Gottesdienstübertragungen im Fernsehen, Radio oder Internet hingewiesen. Zudem bleibt die sogenannte „Sonntagspflicht“ durch Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck weiterhin ausgesetzt.
 
„Wir haben uns besonders um die überwiegend älteren Menschen zu sorgen, um sie vor Infektionen zu schützen“, sagt Stadtdechant Michael Kemper. Und er fügt hinzu: „Viele von ihnen meinen: in der Kirche wird mir schon nichts passieren. Das ist ein Irrtum. Hier gelten genau dieselben Schutzvorschriften, wie an anderen Stellen.“ Daher entwickeln die Pfarreien und Gemeinden jetzt für jede Kirche eigene Schutzkonzepte. Sehr unterschiedlich sind daher derzeit auch die Überlegungen, ab wann und in welcher Form es wieder Gottesdienste geben wird. „Andachten, Wortgottesdiente und Werktagsmessen sind eher denkbar als Sonntagsmessen“, so Kemper. „Ich erlebe gerade ein unterschiedliches Herantasten an öffentliche Gottesdienste. Vorsicht ist das oberste Gebot“, sagt Stadtdechant Kemper. „Wir haben keinen Grund, uns in der Kirche anders zu verhalten als in der Welt.“ Daher sind die Pfarr- und Jugendheime vielerorts geschlossen und es finden weiterhin keine öffentlichen Veranstaltungen statt.


Unsere Antwort auf den Terror in Hanau

Evangelische Kirche | Katholische Kirche | Jüdische Gemeinde

Foto: S. Hermann und F. Richter bei pixabay
Foto: S. Hermann und F. Richter bei pixabay
Wir sind Christen, wir sind Juden, wir sind Muslime in Bochum. Alle leben wir unter dem einen Himmel, wir sagen:

Wer hasst, lästert Gott. Und wer einen Menschen mordet, der ist, als hätte er uns alle ermordet. Wer gegen Menschen hetzt, hetzt gegen Gott. Und wer einen anderen verflucht, der ist, als verfluche er uns. Wer rassistisch denkt, lästert Gott. Und wer einen anderen rassistisch beleidigt, der ist, als hätte er uns beleidigt. Wir in Bochum sagen - und sagen dies allen, die gehasst und gehetzt und gelästert werden: Wir stehen an Ihrer Seite.

Wir wollen nie wieder unter Nazis leben, nicht mit Rassisten und Antisemiten.
Wir wollen gemeinsam mit Ihnen in unserer Stadt leben. Wir wünschen uns von Herzen, dass dies Ihre Stadt bleibt und Sie in unserer Stadt bleiben. Heute weinen wir gemeinsam, wir werden uns wieder gemeinsam freuen.
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Wir sind Christen, wir sind Juden, wir sind Muslime. Wir wissen: Liebe ist stärker als der Tod, Mitgefühl ist stärker als Hass.

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Dr. Gerald Hagmann | Superintendent der Evangelischen Kirche in Bochum
Michael Kemper | Stadtdechant der Katholischen Kirche Bochum + Wattenscheid
Grigory Rabinovich | Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen
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Die vollständige Stellungnahme der Evangelische Kirche | Katholische Kirche | Jüdische Gemeinde Bochum im Wortlaut zum DOWNLOAD.

Katholisches Magazin erschienen

"kathja" im neuen Gewand - Schwerpunkt: "Churches for Future"

"kathja" ist das neue Katholische Magazin für Bochum + Wattenscheid und ein Projekt des Katholikenrates Bochum + Wattenscheid sowie der Katholischen Stadtkirche Bochum + Wattenscheid. Das Magazin löst das bisherige gleichnamige Zeitungsprojekt (2010-2018) ab.

Neu
ist einerseits das Format. "kathja" erscheint ab jetzt zwei Mal im Jahr als Magazin. Es lädt ein, immer wieder mal in die Hand genommen zu werden, zwischendurch mal das ein oder

andere zu lesen. Neu ist auch der Inhalt. "kathja" widmet sich ab jetzt immer einem Schwerpunktthema. Bei dieser Ausgabe heißt es „Churches for future“. An sich schreiben wir deutsch im Redaktionsteam, aber – Sie ahnen es: die fridays for future haben uns inspiriert. Nicht nur zum Titel dieser ersten neuen "kathja". Unter dem Thema „Life for future“ stand der diesjährige Ökumenische Neujahrsempfang am 25. Januar, dem Tag der Neu-Erscheinung der "kathja". Es geht um das Anliegen der fridays for future-Bewegung: wie können wir dem Leben auf unserer Erde Zukunft geben? Churches for future greift diese Frage auf im doppelten Sinn:  Was gibt der Kirche Zukunft und wie kann Kirche der Zukunft des Lebens dienen?


Jetzt viel Freude mit der ersten neuen "kathja" wünscht Ihnen für das Redaktionsteam,

Pastor Michael Kemper (Stadtdechant)

 

P.S.: Die "kathja" - Ausgabe #01 - Januar 2020 können Sie hier downloaden.


News aus den Gemeinden und Pfarreien



Foto: BOGESTRA
Foto: BOGESTRA

Initiative: Glaube-Liebe-Bochum

Die katholische. Stadtkirche Bochum + Wattenscheid freut sich, dass die neue Initiative "Glaube Liebe Bochum", gestartet wurde.

Das Bündnis besteht aus Vertretern der evangelischen- und katholischen Kirchen, der jüdischen Gemeinde und den Bochumer Moscheen. Das Logo, welches das Licht in den verschiedenen Religionen widerspiegelt, wurde im Rahmen des Ökumenischen Neujahrsempfangs der Öffentlichkeit vorgestellt und ziert nun auch eine BOGESTRA-Bahn.

 

Mehr dazu unter> RESPEKT FÜR BOCHUM