News aus der Stadtkirche


Einladung zum "Advent besinnlich"



Gemeinsames Gebet von Juden, Christen und Muslimen zum Jubiläum "700 Jahre Bochum"


Das Gruppenbild zeigt v.l.n.r.: Dr. Fawaz El-Jezawi (muslim. Gemeinde), Dr. Gerald Hagmann (ev. Kirche), Dr. Michael Rosenkranz (jüd. Gemeinde) und Michael Kemper (kath. Kirche).
Das Gruppenbild zeigt v.l.n.r.: Dr. Fawaz El-Jezawi (muslim. Gemeinde), Dr. Gerald Hagmann (ev. Kirche), Dr. Michael Rosenkranz (jüd. Gemeinde) und Michael Kemper (kath. Kirche).

Am Tag der Deutschen Einheit haben die Religionsgemeinschaften in unserer Stadt ein gemeinsames Gebet zum Jubiläum „700 Jahre Bochum“ durchgeführt. Ort des Gebetes war das Forum des Kunstmuseum Bochum.

Umrahmt von Musikbeiträgen wurden nacheinander die Gebete durch einen Vertreter der Jüdischen Gemeinde Bochum - Herne - Hattingen, der christlichen Kirchen (Evangelische Kirche in Bochum, Katholische Stadtkirche Bochum + Wattenscheid) und des Dachverbandes der Moscheevereine in Bochum vorgetragen.

"Der Blick in die Geschichte unserer Stadt lässt dankbar erahnen, dass zu ihrem Wohl immer wieder mehr als Menschenmögliches geschehen ist", betonte Stadtdechant Pastor Michael Kemper stellvertretend für die Religionsgemeinschaften.

„Angesichts der Herausforderungen in Gegenwart und Zukunft wollen die Vertreter der jüdischen, christlichen und muslimischen Religionen für die Stadt Bochum um den Segen Gottes bitten, den er einst Abraham, dem Stammvater der drei Religionen, verheißen hat.“

Das Gebet fand in Kooperation mit der Stadt Bochum statt. Bürgrmeisterin Züleyha Demir hat ein Grußwort gehalten. Bürgermeisterin Züleyha Demir hat ein Grußwort gehalten.


Eines der Gebete brauchte zudem auch den Dank für die wiedererlangte Einheit unseres Landes vor 31 Jahren zum Ausdruck.

Fotos: Katholische Stadtkirche / Sebastian Sendlak

 


News aus dem Katholikenrat:


Bochumer Bündnis Bewahrung der Schöpfung gegründet


Ökumenische Initiative will in Bochum Zeichen setzen

 

 

„Das Leben auf unserer Erde ist in Gefahr“, mit diesen Worten beginnt der Aufruf von christlichen Kirchen und Organisationen, die am letzten Sonntag (19. September) das „Bochumer Bündnis Bewahrung der Schöpfung“ gegründet haben. Anlässlich des „Ökumenischen Tages der Schöpfung“ fand die Unterzeichnung der Gründungsurkunde im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes auf dem Platz am Kuhhirten statt. Die Initiative pflanzt zum Start Obstbäume.

Initiiert wurde das neue „Bündnis Bewahrung der Schöpfung“ von Anfang an als ökumenisches Projekt: Auf Initiative des Katholikenrates Bochum + Wattenscheid hatten die Evangelische Kirche in Bochum, die Katholische Stadtkirche Bochum + Wattenscheid, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und die Evangelische Stadtakademie Bochum gemeinsam zur Bündnisgründung aufgerufen. Diese fand am 19. September, im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes auf dem Platz vor dem Kuhhirten in Bochum, statt.

„Das Leben auf unserer Erde ist in Gefahr. Doch wir alle haben es in der Hand, frühzeitig anzupacken und mit eigenen Mitteln gegen die Zerstörung unserer Natur anzugehen. Nicht warten, bis es zu spät ist, sondern selbst aktiv werden, allein und gemeinsam mit anderen. Darum geht es im Kern dem Bochumer Bündnis Bewahrung der Schöpfung“, betonte Katholikenratsvorsitzender Lothar Gräfingholt.

In Zusammenarbeit mit weiteren Partnern, wie der Katholischen Jugend (BDKJ), der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung, evangelischen und katholischen Gemeinden / Pfarreien sowie den Stadtwerken bekunden die Erstunterzeichnenden dabei „ihren Willen und ihre Bereitschaft, allein oder gemeinsam mit anderen Partnern konkrete Vorhaben zu initiieren und umzusetzen, die einen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung leisten.“

Ökumenische Initiative pflanzt zum Start Obstbäume

Die ökumenische Andacht wurde gehalten von Stadtdechant Pastor Michael Kemper, Superintendent Dr. Gerald Hagmann, dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Pfarrer Bernd Hauschild und Pfarrerin Eva-Maria Ranft vom Evangelischen Kirchenkreis, die in ihrer Predigt betonte:

„Wir wollen uns verbünden, weil wir erleben, dass wir als Einzelne dem Klimawandel und der Zerstörung der Erde wenig entgegenzusetzen haben. (…) Wir Menschen sind auf vielfältige Weise mit der Schöpfung verbunden, die uns trägt und ernährt. (…) Mit der Gründung des Bündnisses bekennen wir uns zur Verbundenheit mit Schöpfung und mit Gott.“

Im Anschluss an die Unterzeichnung der Gründungsurkunde erhielten alle zehn Gründungs-Mitglieder des Bündnisses einen Obstbaum aus einer ökologischen Baumschule im Münsterland. Diese werden in den nächsten Tagen im Bochumer Stadtgebiet gepflanzt.  

Das neue Bündnis will zudem auch in die Stadtgesellschaft hineinwirken. „Wir wollen das Bündnis auf eine breite Basis stellen – gemeinsam mit Partnern aus allen Bereichen der Bochumer Stadtgesellschaft. Wir laden alle ein, die sich daran beteiligen wollen“, hoffen die Initiatoren auf weitere Unterstützende. Zwei evangelische Gemeinden und das Ökumenische Studienwerk (ÖSW) schlossen sich bereits an, die Stadt Bochum sowie die Technische Hochschule Agricola haben Interesse dazu bekundet.

Fotos: Katholische Stadtkirche / Sebastian Sendlak


News aus der Stadtkirche


Spirituelle Radtour „Bochumer Geheimnisse“

Entdecken Sie mit einer kleinen Gruppe bei einer Radtour um die nördliche Innenstadt fünf besondere Orte und ihre spirituelle Botschaft.
Weitere Informationen und Termine finden Sie auf der Seite des ITEM.


Ökumenischer Stadtkirchentag findet 2022 in Bochum statt

Die christlichen Kirchen in Bochum wollen mit dem Ökumenischen Stadtkirchentag unter dem Motto „Kirche findet Stadt“ ein Zeichen der Verbundenheit setzen und mit den Menschen in der Stadt ins Gespräch kommen. In Kooperation mit der Stadt und der Bochum Marketing GmbH soll der Stadtkirchentag“ mit dem „Stadtpicknick“ anlässlich der „700 Jahre“-Feier verbunden werden. Die aktuelle Pandemielage lässt Feste in der geplanten Größenordnung derzeit jedoch noch nicht zu. Daher wird der Stadtkirchentag ebenso wie das Stadtpicknick in das Jahr 2022 verschoben.

Das Organisationsteam aus Vertretern des Arbeitskreises Christlicher Kirchen (ACK) sowie der evangelischen Kirche in Bochum und der katholischen Kirche in Bochum + Wattenscheid hat bereits viele Anmeldungen und Ideen für den ersten Ökumenischen Stadtkirchentag erhalten. „All das soll auch weiterhin Bestand haben“, betonten Superintendent Dr. Gerald Hagmann und Stadtdechant Pastor Michael Kemper. „Wir setzen die Planungen fort und freuen uns darauf, 2022 erstmals den Ökumenischen Stadtkirchentag durchzuführen.“ Gemeinsam mit dem ACK Bochum-Vorsitzenden Bernd Hauschild verantworten sie das Fest rund um die Christuskirche.

Weitere Informationen gibt es auf der Website:
https://stadtkirchentag-bochum.de/.


"Bochumer Nachtgebet"

Foto: Christian Schnaubelt
Foto: Christian Schnaubelt

"Bochumer Nachtgebet" setzte Zeichen der Solidarität der christlichen Kirchen mit der jüdischen Gemeinde Bochum

Nach den Schüssen in der Bochumer Innenstadt, bei denen auch die Bochumer Synagoge getroffen wurde, setzten die evangelische und die katholische Kirche in Bochum ein deutliches Zeichen der Solidarität mit der jüdischen Gemeinde und organisieren eine Nachtwache unter der Überschrift „Bochumer Nachtgebet“.

Nach einem Auftaktgebet am Freitagabend (30. April) um 20 Uhr, an dem auch Oberbürgermeister Thomas Eiskirch von der Stadt Bochum, Grigory Rabinovich von der Jüdischen Gemeinde Bochum und Polizeipräsident Jörg Lukat von der Polizei NRW Bochum teilnahmen, wurde bis zum Sonnenaufgang am Samstag eine Nachtwache mit stündlichen Gebeten an der Bochumer Synagoge abgehalten.

"Als ich von den Schüssen in unserer Stadt und auf die Synagoge gehört habe, “, sagt Superintendent Gerald Hagmann. „Ob die Schüsse politisch, religiös oder anders motiviert sind, im Fokus stehen die Jüdinnen und Juden: Männer, Frauen und Kinder, die jetzt natürlich sehr beunruhigt sind. In dieser Situation ist es uns wichtig zu zeigen, dass wir als Glaubensgemeinschaften in Bochum füreinander da sind.“

Anders als im Jahr 2019 nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle, als 10.000 Bürgerinnen und Bürger auf Initiative der christlichen Kirchen eine Menschenkette um die Bochumer Synagoge bildeten, sind aufgrund der Corona-Pandemie jetzt keine Versammlungen möglich. Aus diesem Grund übernehmen nun 30 Hauptamtliche der evangelischen und katholischen Kirche in Abstimmung mit der Polizei und der Stadt Bochum eine Nachtwache. Auf dem Vorplatz der Synagoge halten sie an einer entzündeten Kerze ein stündliches Nachtgebet für den Frieden von Sonnenuntergang am Freitagabend bis zum Sonnenaufgang und dem Gottesdienst der jüdischen Gemeinde am Schabbat.

„Mit dem Nachtgebet stellen wir uns an die Seite unserer jüdischen Geschwister“, erklärt Stadtdechant Michael Kemper von der kath. Stadtkirche Bochum + Wattenscheid. „Wir wachen bei ihnen, wir beten für sie und für unsere Stadt.“ Mit der Nachtwache wolle man auch allen Bochumerinnen und Bochumern signalisieren, es sei wichtig, wach zu bleiben, wenn sich Tendenzen regen, die die Religion oder Demokratie gefährden könnten.

Fotos: Christian Schnaubelt


"Bochum gedenkt" den Toten der Corona-Pandemie

Foto: Michael Kemper
Foto: Michael Kemper

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in unserer Stadt 190 Mitbürgerinnen und Mitbürger an bzw. mit Covid-19 gestorben. Durch die geltenden Kontaktbeschränkungen war es für sie, aber auch für viele andere im letzten Jahr verstorbene Menschen ein einsamer Tod. Angehörige, Freundinnen und Freunde konnten nicht bei ihnen sein, sie nicht begleiten und sich oftmals noch nicht einmal von ihnen verabschieden. Trauerfeiern fanden - wenn überhaupt - nur in engstem Familienkreis statt.

Mit dieser schmerzlichen Erfahrung wollen wir die Trauernden nicht allein lassen. Deshalb haben wir beschlossen,  an dem  vom  Bundespräsidenten initiierten nationalen Gedenktag auch in Bochum unserer verstorbenen Mitbürgerinnen und Mitbürger zu gedenken - auch jener, die nicht an oder mit Covid-19, pandemiebedingt jedoch ebenso einsam gestorben sind.

 

Wir glauben, dass ein gemeinsames Gedenken wichtig ist - für uns alle.
Deshalb fand das "Bochumer Gedenken" am Sonntag, 18. April als Livestream unter https://youtu.be/LM4xbuHOzXA auf dem YouTube-Kanal der Stadt Bochum statt.

Eine Trauerbeflaggung an allen städtischen Gebäuden hat das Gedenken an diesem Tag begleitt und ein Glockengeläut vieler Kirchen (17:25 Uhr für fünf Minuten) in ganz Bochum rief zur Teilnahme auf.

Michael Kemper Stadtdechant
Kath. Stadtkirche BO und WAT



News aus den Pfarreien


Foto: BOGESTRA
Foto: BOGESTRA

Initiative: Glaube-Liebe-Bochum

Die katholische. Stadtkirche Bochum + Wattenscheid freut sich, dass die neue Initiative "Glaube Liebe Bochum", gestartet wurde.

Das Bündnis besteht aus Vertretern der evangelischen- und katholischen Kirchen, der jüdischen Gemeinde und den Bochumer Moscheen. Das Logo, welches das Licht in den verschiedenen Religionen widerspiegelt, wurde im Rahmen des Ökumenischen Neujahrsempfangs der Öffentlichkeit vorgestellt und ziert nun auch eine BOGESTRA-Bahn.

 

Mehr dazu unter> RESPEKT FÜR BOCHUM